Nachhaltig Investieren: Bestimme, wie dein Geld die Welt regiert


November 2, 2021
Das Thema nachhaltig Investieren schiebst du lieber auf die lange Bank? Selten eine kluge Idee. Denn dein Erspartes gestaltet die Welt 24/7 mit – und zwar ohne dass du es merkst.

Immer mehr Menschen überlassen es nicht länger dem Zufall, welche Kredite mit ihrem Ersparten gefördert werden. Nachhaltig investieren liegt im Trend. Wie auch du nachhaltig investieren und so selbst bestimmen kannst, für was dein Geld eingesetzt wird, erfährst du hier.

Wir investieren viel Zeit und Mühe, damit unser tägliches Konsumverhalten nachhaltiger wird. Von Jute-Beutel statt Plastiktüte über den veganen Fleischersatz bis hin zur Smartphone-Hülle aus 100% recyceltem Material: Jeder noch so kleine Schritt des Alltags wird genau unter die Nachhaltigkeits-Lupe genommen. 

Dabei vernachlässigen wir eine Sache, die einen noch viel größeren Impact auf die Welt hat: Unser Geld auf dem Konto. Weißt du, wie dein Geld die Welt regiert?

Dein Geld auf der Bank gestaltet die Welt jeden Tag mit

Was du mit deinem Geld anstellst, hat eine Auswirkung. Genauso, was du NICHT mit deinem Geld machst. Es hat schlicht und ergreifend IMMER eine Wirkung.

Bei dem einen oder anderen liegt vielleicht sogar ein beträchtlicher Batzen auf dem Konto. Und wartet darauf, ausgegeben oder investiert zu werden. Oder eben nicht.

Dass Letzteres meist keine gute Idee ist, wissen nicht nur Finanzexperten. Denn abgesehen davon, dass auf einem konventionellen Konto “schlummerndes” Geld mit der Zeit ständig an Wert verliert (Stichwort Inflation), gestaltet es permanent die Umwelt und Gesellschaft. 

Die Moneten “liegen” nämlich nicht einfach auf der Bank, wie es so schön heißt. Stattdessen sind sie in Form von Krediten ständig im Umlauf, ohne dass der Sparfuchs überhaupt etwas davon mitbekommt. 

Weißt du, welche Kredite mit deinem Ersparten finanziert werden?

Das Problem: Welche Kredite mit dem konventionellen Bankkonto gefüttert werden, wissen Privatpersonen in der Regel nicht. Damit ist unklar, ob das Ersparte für Projekte eingesetzt wird, die den eigenen Werten entsprechen – oder eben nicht. 

Es ist durchaus möglich, dass das Ersparte eines Vegetariers in die Fleischindustrie fließt. 

Oder dass die die schwarze Zahl auf dem Konto des Elektroauto-Fahrers zur Förderung fossiler Brennstoffe eingesetzt wird.

Klingt absurd? Finden wir auch!

Doch zum Glück kann jeder proaktiv selbst bestimmen, was mit seinem Geld gefördert wird. Um schädliche Kredite auszuschließen, ist der Wechsel zu einer nachhaltigen Bank und einem nachhaltigen Girokonto eine unkomplizierte Möglichkeit, die zumindest ein Stück weit Gewissheit garantiert.

Wer die Fäden lieber ganz selbst in der Hand hat, kann ein Stück weiter gehen und nachhaltig investieren.

Nachhaltig investieren in E-Carsharing & Co. spart Ressourcen wie CO2

Welche Anlageoption passend ist, hängt immer von den individuellen Zielen des Anlegers ab. Ist ihm eine möglichst positive Wirkung auf sozial-ökologischen Faktoren wichtig, lautet das Zauberwort “nachhaltig Investieren”.

Erspartes lässt sich ohne großen Aufwand für etwas Gutes einsetzen. Und dabei noch vermehren.

Auch bei kleinen Summen hat die Wahl eines nachhaltigen Fonds gegenüber einem konventionellen Fond bereits einen Impact auf die Umwelt.

Je nach Investitionsgröße lassen sich mit nachhaltigen Investments (zum Beispiel in erneuerbare Energien, E-Carsharing-Unternehmen, …) irre Tonnen an CO2, Wasser und anderen Ressourcen einsparen. 

Was sind eigentlich nachhaltige Investments?

Was bedeutet bei Investmentprodukten eigentlich „nachhaltig“? Nachhaltige Geldanlagen sind Anlagevehikel, etwa ETFs (exchange traded funds, zu deutsch: „börsengehandelte Indexfonds welche einen Index, beispielsweise den DAX, abbilden“) oder Fonds, die in Unternehmen investieren, welche ökologischen, sozialen oder ethischen Kriterien entsprechen und so einen Mehrwert anstreben.

Nachhaltige Investments unterscheiden sich damit von konventionellen dadurch, dass sie nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine sozial-ökologische Rendite aufweisen. Neben dem monetären Aspekten besteht immer auch ein emotionaler, werte-basierter Zusatznutzen.

In der Praxis ist es allerdings gar nicht so leicht, konventionelle von nachhaltigen Investmentprodukten eindeutig abzugrenzen. Die Branche befindet sich hier in einem Findungsprozess. 

Da Nachhaltigkeit komplex ist, wurde die EU-Taxonomie (eine Art Mindestkriterienkatalog) von der Europäischen Kommission veröffentlicht, um einen Mindeststandard bei Anlagevehikel im Bereich Klima zu setzen. Die EU-Taxonomie wird laufend von einer Expert:innen Task-Force weiterentwickelt.

ESG-Kriterien für nachhaltige Investments entscheidend

Damit ein Investment als nachhaltig bezeichnet werden kann, sind die sogenannten “ESG-Kriterien” wichtig.

  • “E” steht für Environmental (Umwelt), 
  • “S” für Social (Soziales) und 
  • “G” für Governance (verantwortungsvolle Unternehmensführung).

Die Erstellung eines ESG-Ratings übernehmen auf Nachhaltigkeit spezialisierte Ratingagenturen, die sowohl von Investoren als auch von Emittenten beauftragt werden. Die ESG Kriterien werden hierbei von Ratingagenturen individuell festgelegt und können unter anderem folgende Analysen beinhalten:

  1. Environmental: Beim Environmental-Kriterium wird die Umweltbilanz des Unternehmens unter die Lupe genommen, darunter Treibhausgasemissionen, Ressourcenverbrauch und Energieeffizienz.
  2. Social: Beim Social-Aspekt steht das soziale Engagement eines Unternehmens im Fokus. Hier sind etwa die Produktverantwortung, die Einhaltung der Menschenrechte im Rahmen der Wertschöpfungskette, der Umgang mit Mitarbeitern und Kunden und die Arbeitssicherheit relevante Kriterien. 
  3. Governmental: Mit dem Governmental-Score wird definiert, wie nachhaltig die Unternehmensführung ist. Der Aspekt beinhaltet zum Beispiel Fragen bezüglich der Unternehmenswerte, wirft einen Blick auf die Partnerschaften des Unternehmen und prüft diese auch hinsichtlich Korruption.

Negativ- und Positivkriterien bestimmen Nachhaltigkeit von Investments

Sowohl Negative Screening als auch Positiv Screening helfen, Investments ESG-konform oder nicht einzustufen.

Beim Negative Screening werden Unternehmen auf Negativkriterien geprüft. Ein weiterverbreitetes Negativkriterium ist „Frei von Kohle“. Bei diesem Kriterium steht das Investment in Kohleabbau und Kohleverstromung im Mittelpunkt. Werden bestimmte Werte (thresholds genannt) missachtet, wird der Titel aus dem Portfolio ausgeschlossen.

Verstrickungen in Waffenhandel, die Tabak- oder Alkoholindustrie oder auch Menschenrechtsverletzungen sind so bei ESG-Investments selbstredend No-Go’s. Fast alles ESG-Ratings orientieren sich an diesem Ausschlussprinzip, wobei vor allem in sozialen Bereichen (wie Menschenrechte) keine eindeutige Kriterien zur Anwendung kommen.

Ein Positivkriterium für ESG-Investitionen ist dagegen zum Beispiel die Frage danach, ob ein Unternehmen zu einem besonders nachhaltigen Akteur innerhalb seiner jeweiligen Branche gehört und die ökologischen und sozialen Auswirkungen misst.

Nachhaltig Investieren und dabei Rendite kassieren, geht das?

Eines vorweg: Auch wenn viele Studien zeigen, dass nachhaltige Investments häufig besser abschneiden als konventionelle, gibt es bezüglich des Renditevergleichs noch keine eindeutige, wissenschaftlich fundierte Aussage.

Ein Vorurteil gegenüber nachhaltigen Investmentprodukten ist aber eineindeutig überholt: die angeblich geringere Rendite. Die Annahme fußt vor allem auf der Tatsache, dass bei nachhaltigen Wirtschaftsmodellen gegenüber konventionellen Zusatzkosten entstehen.

Mittlerweile wissen aber nicht nur Branchenexperten, dass diese ausgeglichen werden – und zwar durch den langfristigen Zusatznutzen nachhaltiger Investments, die auf Grund der ESG-Faktoren bestehen.

Nachhaltige Investitionsmöglichkeiten können bezüglich ihrer Rendite gleichauf mit Geldanlagen ohne sozial-ökologischen Zusatznutzen stehen, aber auch besser oder schlechter abschneiden. Alle drei Varianten sind möglich.

Jede Investitionsmöglichkeit ist bezüglichen ihres Rendite-Risiko-Profils immer individuell zu bewerten, egal ob konventionell oder nachhaltig. Einige Studien bewerten nachhaltige Investments im direkten Vergleich allerdings als positiver.

Studie misst höhere Rendite bei nachhaltigen Investments

Eine Analyse der Fondsratinggesellschaft Morningstar aus dem Jahre 2019 etwa schreibt nachhaltigen Investment eine höhere Rendite und Überlebensrate zu. Dabei wurden 4.900 Fonds unter die Lupe genommen, darunter 745 nachhaltige (definiert nach ESG-Kriterien).

Höhere Rendite: Laut den Ergebnissen schnitten 60 Prozent der nachhaltigen Fonds über einem Zeitraum von einem Jahrzehnt in puncto Rendite besser ab als die konventionellen Mitstreiter.

Höhere Überlebensrate: Bei den konventionellen Investments lag die Überlebensrate bei 46 Prozent – gegenüber 72 Prozent bei den grünen Investments.

Auch in der Corona-Krise haben sich nachhaltige Fonds als stabiler und krisensicherer erwiesen. Und teilweise positiver entwickelt als konventionelle Geldanlage.

Nachhaltig Investieren liegt im Trend

Dass nachhaltig Investieren im Trend liegt, zeigt eine von der Economist Intelligence Unit (EIU) groß angelegte, globale Umfrage „Resetting the agenda – How ESG is shaping our future“ institutioneller Investoren.

Die Berücksichtigung von ESG-Faktoren wird nach der Analyse bei Entscheidungen für oder gegen eine Geldanlage immer wichtiger. Laut den Ergebnissen erhöht die Berücksichtigung von ESG-Faktoren bei Investments die Anlagechancen, nicht aber das Risiko.

Klimafonds bei nachhaltigen Investments besonders beliebt

Eine 2020 erschienene Studie des Instituts für Finanzdienstleistung Zug IFZ hat gezeigt, dass sich bei nachhaltigen Anlagemöglichkeiten speziell die Nachfrage nach Klimafonds innerhalb der letzten drei Jahre um mehr als das 6-fache gestiegen ist.

Die Studienlage spiegelt sich auch in unserem Empfinden wider: Nachhaltigkeit ist in. Das Hinterfragen des eigenen Konsumverhaltens und die Suche nach grünen Alternativen im Alltag nimmt vor allem in jungen Generationen zu. Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen erleben seit Jahren einen anhaltenden Aufschwung.

Wer in nachhaltige Startups und Produkte investiert, die mit innovativen Konzepten einen grünen impact auf die Welt haben, springt auf einen Zug auf, der gefragt ist und in die richtige Richtung fährt. 

Beispiele für nachhaltige Investitionsmöglichkeiten

Die Möglichkeiten, Geld nachhaltig zu investieren, werden immer vielfältiger und einfacher. Grüne Geldanlage gibt es zuhauf. Nachhaltige ETFs und Aktienfonds sind zum Beispiel in Bereichen wie erneuerbare Energien, Elektromobilität, Wasser und Gesundheit zu finden.

Darunter ergeben sich zahlreiche thematische Anlage-Nischen. So erobern zum Beispiel vegane Marken schon seit Jahren die Börse. Gerade ethisch- und gesundheitsmotivierte Menschen investieren mehr und mehr in nachhaltige Lebensmittel-, Lifestyle- und Healthcare-Brands.

Viele Anleger setzen bei nachhaltigen Investments lieber auf green-tech Unternehmen, die hauptsächlich einen positiven Impact auf ökologische Ziele versprechen. Und investieren damit etwa in erneuerbare Energien oder klimafreundliche Mobilitätskonzepte. 

Auch das Themenspektrum für Investments im Bereich E-Mobility ist riesig und reicht von Batterieherstellern über Antriebstechniken bis hin zu E-Ladesäulen und Carsharing-Unternehmen.

EOT: Nachhaltig investieren in ELOOPs E-Carsharing

Seit August 2020 kann jeder in unser Mobilitätskonzept investieren. Dafür haben wir den blockchainbasiertes Security Token ELOOP ONE TOKEN, kurz “EOT”, ins Leben gerufen.

Wichtig: Es handelt sich hierbei um keine Kryptowährung, sondern um ein blockchainbasiertes Investmentvehikel. Sowohl große Investoren als auch Privatpersonen beteiligen sich mit dem Erwerb von EOT an unserem Umsatz.

Der Reiz des EOT besteht für viele darin, dass er im Gegensatz zu anderen blockchainbasierten Token einen physischen Gegenwert hat. Nämlich unsere tokenisierte Carsharing-Flotte, bestehend aus mittlerweile 21 Tesla. Der EOT bildet damit ein bestehendes Produkt, nämlich die Autos und den Carsharing-Service, ab.

Die ELOOP-Autos erzielen laufend Umsätze und bringen so auch Token-Inhaber:innen in Echtzeit Geld in die Tasche. 

Der EOT vereint gleich mehrere große Trends nachhaltigen Investierens miteinander:

  • E-Mobility: ELOOPs Carsharing-Flotte besteht nur aus Tesla und ist damit rein elektrisch.
  • Erneuerbare Energien: Die Flotte wird in Wien mit Ökostrom betrieben.
  • Sharing-Gedanke: Der Community-Gedanke steht bei uns ganz oben. Durch das Teilen von Autos und dessen Umsätze verfolgen wir auch soziale Ziele. Wir möchten als Gemeinschaft einen positiven impact erzielen und wachsen.

Übrigens: Der blockchainbasierter Security Token EOT ist einer der wenigen Token, die ohne Mining auskommen. Die Blockchain nutzt dabei den „Proof of Stake Ansatz“, wobei die Blockchain mit nur einen Klick erstellt wird.

Das sogenannte Mining (deutsch „Schürfen“) beansprucht einen enormen Rechenaufwand, bei dem es zu irren Mengen an CO2-Emissionen kommt.

EOT macht Autos zum Vermögenswert

Einmalig ist, dass der EOT Autos zum Vermögenswert für Token Holder macht. Im Gegensatz zum meist wenig sinnvollen Anschaffungen im Sinne privater Autokäufe. Denn bereits beim Kauf verlieren Autos sofort erheblich an Wert.

Zudem ziehen sie dem Eigentümer als Verbindlichkeit anschließend fortlaufend Geld aus der Tasche. Anders ein Investment in einen, auf die ständige Nutzung von Autos gestützten, Service wie ELOOPs E-Carsharing.

Momentan läuft der bisher größte Token-Sale. Wir haben 10 weitere Tesla tokenisiert, somit steht eine Summe von 850.000 EOT zum Verkauf.

Hier erfährst du mehr zum EOT.

Du möchtest investieren und mitverdienen? Dann kannst du dich hier registrieren.

Quellen:


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